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Das deutsche Mammographie-Screening-Programm (MSP) erfüllt durchaus die Kriterien einer Reihenuntersuchung. Der Brustkrebs ist sicher eine häufige, gefährliche und für die Gemeinschaft belastende Krankheit. Die Zielgruppe sind die Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren, da sie besonders häufig an Brustkrebs erkranken. Die Untersuchung ist hochgradig qualitätsgesichert, mit mindestens jährlichen Prüfungen des ärztlichen und technischen Personals sowie der apparativen Einrichtung durch das jeweilige regional den Screeningeinheiten überstehende Referenzzentrum. Die Auswertung der Daten erfolgt in regelmäßigen Abständen und wird der Öffentlichkeit im Rahmen eines Evaluationsberichtes zur Verfügung gestellt. Das vordefinierte Ziel des MSP ist die Senkung der Brustkrebssterblichkeit für Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren. Aufgrund der noch zu kurzen Nachbeobachtung liegen dafür noch keine Ergebnisse vor. Sie werden für das Jahr 2018 erwartet. Ferner sollen durch Früherkennung kleiner Karzinome schonendere Therapie angewendet werden wie brusterhaltende Chirurgie statt Brustamputate.
Die klare Struktur des MSP folgt dem Auftrag, möglichst einfach und übersichtlich zu sein. Die Abläufe lassen sich wie folgt kurz darstellen:
Die Einladung zur Screening-Mammographie erfolgt an die berechtigte Teilnehmerin persönlich per Brief, in Norddeutschland durch die Zentrale Einladungsstelle in Bremen. Nach unauffälliger Untersuchung erhält die Teilnehmerin eine Befundmitteilung innerhalb von 2 Wochen und wird automatisch nach 22 bis 26 Monaten wieder zur Untersuchung eingeladen. Es gilt bei der Befundung der Mammographiebilder das 4-Augen-Prinzip, d.h. 2 speziell trainierte Screening-Ärzte müssen unabhängig von einander und übereinstimmend die Mammographie als unauffällig bewertet haben, bevor der Fall von der Screeningeinheit freigegeben wird.
Nach nicht erfolgter Vorstellung wird die Einladung nach 4-6 Wochen wiederholt. Auf Wunsch kann man sich aus der Einladungsliste in Bremen auch streichen lassen. Der Schutz Ihrer Daten ist zu jeder Zeit sichergestellt.
Bei einem unklaren Befund wird die Teilnehmerin gebeten, sich zu einer zusätzlichen Untersuchung in der Screeningeinheit - z.B. mittels Ultraschall oder Röntgenzusatzaufnahme - vorzustellen. Eventuell erfolgt eine Gewebeprobe, um einen Brustkrebs sicher ausschließen zu können.
Die Daten, die man im MSP über Brustkrebs gewinnt, werden anonymisiert an das zuständige regionale epidemiologische Krebsregister weitergeleitet. Somit lassen sich Rückschlüsse auf die Häufigkeit, das Tumorstadium und den Verlauf der Brustkrebserkrankung regional und in Deutschland ziehen. Folglich können die Gesundheitsbehörden die Versorgungstrukturen zur Diagnostik und Therapie des Brustkrebses den aktuellen Bedürfnissen anpassen.
Ein weiteres Merkmal der Qualitätssicherung im MSP ist die Kooperation mit einem zertifizierten Brustzentrum und die interdisziplinären Fallbesprechungen mit dem Operateur, dem Radiologen und dem Pathologen. Es gilt die Vereinbarung, dass nach Diagnose der Erkrankung die betroffene Frau zur Therapie des Mammakarzinoms in das ortsansässige zertifizierte Brustzentrum eingewiesen wird, um den hohen qualitativen Standard auch in der Behandlung fortzusetzen. Nach erfolgter Operation wird jeder Fall in der Screeningeinheit erneut besprochen, um einen Abgleich zwischen der Einschätzung der Erkrankung durch den Diagnostiker im Screening und dem endgültigen Befund durch den Pathologen zu erreichen.

Ergebnisse:
Inzwischen gibt es insgesamt 94 Screeningeinheiten, die seit 2009 bundesweit allen Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren alle zwei Jahre eine kostenlose und qualitativ hochwertige Mammographie anbieten.
Der jüngste Evaluationsbericht des MSP fasst alle relevanten Ergebnisse des Mammographie-Screenings zusammen und ist unter www.mammo-programm.de abrufbar. Wie erwähnt können zu dem wichtigsten Ziel, die Brustkrebssterblichkeit zu senken, noch keine Angaben gemacht werden, da die Nachbeobachtung für die Beurteilung der Sterblichkeit zu kurz ist. Diese Daten erwarten wir 2016.
Allerdings zeigen uns jetzt schon statistische Marker, dass wir zu diesem Ziel auf einem guten Weg sind. Es steht u.a. fest, dass im Screening 79% aller Karzinome ohne Lymphknotenmetastasen entdeckt werden gegenüber 59% in der Zeit vor Einführung des MSP. Ähnliches gilt auch für die Größe der Karzinome mit heutzutage zu 79% unter 2 cm Durchmesser im Vergleich zu 59% in den Jahren 2003-2005.
Seit 2006 versorgt unsere Screeningeinheit Niedersachsen Süd die Landkreise Hameln, Hildesheim, Holzminden, Northeim, Osterode und Göttingen. Nach Erstellung von 275.000 Mammographien wurden 1.750 Brustkrebse diagnostiziert inklusive des Vorstadiums, dem sog. intraductalen Karzinom. Dieses entspricht einer Entdeckungsrate von 0,64 % durchgeführter Untersuchungen und somit auch den Vorgaben der europäischen Leitlinie.
Im März 2014 erhielten wir den Bericht über die Re-Zertifizierung unserer Screeningeinheit Niedersachsen Süd durch das Referenzzentrum Oldenburg im Jahr 2013. Es fällt sehr positiv aus. Alle Erwartungen wurden erfüllt. Mit einer Teilnahmerate von 63% liegen wir deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 55%.

Informationen
Für Rückfragen steht das Team unserer Screeningeinheit Hildesheim-Göttingen-Hameln gerne zu Ihrer Verfügung.
Informationen im Internet erhalten Sie u.a. unter:
www.rki.de/Krebs
www.mammo-programm.de

Haben Sie Fragen? Rufen Sie uns ruhig an!
Tel.: (05121) 9986990

Schreiben Sie uns über E-Mail:
kontakt@mammascreening-hildesheim.de
oder über unser
Kontaktformular

Sie können sich aber außerdem wie folgt über das Mammographie-Screening Programm informieren:

  • Einladungsschreiben inkl. Handzettel drei Wochen vor dem Screeningtermin
  • an die 50-69 jährigen Frauen
  • Vorträge vor Ort
  • Zeitungsartikel und Annoncen
  • Gespräche mit den am Programm beteiligten Ärzten
  • Bei Ihrer Krankenkasse
  • Im Internet unter:
    www.mammo-programm.de